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Der fortgeschrittenen Abstraktion der Technologien und ihrer Gesellschaften im ausgehenden 20. Jahrhundert stellte Vilém Flusser die technischen Bilder entgegen: Nicht Simulation und Verlust an Realität, sondern der existenziale Entwurf neuer Möglichkeiten ist ihr ontologischer Vektor. Sie sind nicht Abbilder der Welt, sondern konstruieren diese als Virtualitäten. Der Aufsatz verortet die Genese des Technobilds in Informationsästhetik und Videokunst, die als wichtige Herkünfte des Flusser’schen Bildbegriffs selten berücksichtigt werden. Im Verlauf der Untersuchung begegnet uns mit der Zeichenklasse der Diagramme nicht nur eine Verwandtschaft zur Abstraktion und Konkretion des technischen Bildes, sondern auch eine diagrammatische Denk- und Entwurfspraxis Flussers, die Gegenstand weiterer Forschung sein kann.

  • Aus der Reihe International Flusser Lectures, hg. von Marcel René Marburger, Siegfried Zielinski und Daniel Irrgang
  • Verlag Der Buchhandlung Walther König, Köln 2017
  • Gestaltung: Andreas Henrich
  • 11 x 19 cm, 75 Seiten mit vier Abbildungen, Bibliographie, broschiert

Buchhandlung Walther König
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