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Kann Kunst, die für ein Krankenhaus konzipiert wurde, sich kritisch mit der Institution als solcher auseinandersetzen? Kann sie herausfordernd sein und neue Perspektiven über Krankheit und Behandlung aufzeigen? Oder soll Kunst lieber beruhigen und Zuversicht und Vertrauen verbreiten? Was bedeutet es, krank oder gesund zu sein? Wie repräsentieren wir diese Themen als zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler? Durch wiederholte Besuche, Führungen und Diskussionen mit Personal und Patienten wurden neue Projekte entwickelt, die die Institution, deren Räume und Gelände in Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst bringen.

Die zehn Projekte, die während eines Seminars von Professor Omer Fast produziert wurden, wollen und können diese eher großen Fragen nicht beantworten. Aber sie öffnen alle einen erweiterten Raum, in dem die normale Form und Funktion eines Krankenhauses kurzzeitig unterbrochen und in einen unerwarteten Dialog mit Perspektiven von Außen gesetzt werden. So wie Fremdkörper, wenn sie in ein Aufnahmemilieu eingeführt werden. Weit über die Peripherie eines Krankenhauses hinaus ist die Dynamik zwischen Fremdkörpern und deren Umgebung facettenreich und politisch aufgeladen.

Eröffnung: 4.5.2018 um 16 Uhr

Städtisches Klinikum Karlsruhe

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