aspect-ratio 10x9 Jury und Preisträgerin Marchini-Preis, v.l.n.r.: Rektor HfG Karlsruhe Prof. Dr. Zielinski, Frau Prof. Dorn, Preisträgerin Sophie Lichtenberg, Heinz Hüttner, Vize-Präsident Lions-Club Günter Wagner und Dr. Colin Becker

Jury und Preisträgerin Marchini-Preis, v.l.n.r.: Rektor HfG Karlsruhe Prof. Dr. Zielinski, Frau Prof. Dorn, Preisträgerin Sophie Lichtenberg, Heinz Hüttner, Vize-Präsident Lions-Club Günter Wagner und Dr. Colin Becker

Unter dem Motto „Hochbegabung trifft Bildungsbenachteiligung“ stiftet der Lions-Club Bruchsal-Schloss zum ersten Mal den Giovanni Francesco Marchini – Preis, der an graduierte StudentInnen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe vergeben wird. Dieser Preis besteht aus einem 12-monatigem Arbeitsstipendium und einer Einzelausstellung im Kunstverein „Das Damianstor“ Bruchsal, gekoppelt an ein Kunstprojekt mit SchülerInnen der Bruchsaler Pestalozzischule, das die Stipendiatin selbst entwickelt und mit den Kindern umsetzt. Benannt ist der Preis nach dem Barockmaler Giovanni Francesco Marchini, der die im zweiten Weltkrieg zerstörten Fresken in der Hofkirche sowie die Fassadenmalerei an der Gartenseite des Bruchsaler Schlosses schuf.

Die aus Vertretern der HfG und des Lions-Clubs zusammengesetzte Jury hat den mit 4000 € dotierten Giovanni Francesco Marchini – Preis 2018 der Künstlerin und Szenografin Sophie Lichtenberg zugesprochen.

Sophie Lichtenberg, geboren 1989 in Hamburg, studierte von 2010 bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Szenografie, Ausstellungsdesign, kuratorische Praxis, Medienkunst und Kunstwissenschaft. Sie arbeitet als freie Künstlerin und Szenografin und ist Teil des Künstlerkollektivs Theater Performance Kunst RAMPIG.

Für ihre Diplomarbeit realisierte sie gemeinsam mit der Künstlerin Lea Langenfelder die performative Rauminstallation „Preenacting Reenactments“. Im Zuge dessen begleiteten die Künstlerinnen ein von der Bundeswehr ausgerichtetes Training, das PressevertreterInnen auf die Arbeit in Krisengebieten vorbereiten soll. Der Lehrgang zeichnet sich durch seine Methodik aus: SoldatInnen simulieren interaktive Kriegs- und Krisenszenarien. Die Bundeswehr setzt damit auf Wissensgenerierung durch Erfahrung, eine Tendenz, die aktuell auch in Bildender und Darstellender Kunst vermehrt zu beobachten ist. Langenfelder und Lichtenberg verhandeln in ihrer Ausstellung Macht und Wirkmechanismen inszenierter Erfahrungen. Die Rauminstallation „Preenacting Reenactments“ interpretiert dabei das militärische Übungsgelände als Fiktionsfabrik und fragt, wie Realität und Fiktion einander beeinflussen.

Ziele der Lions-Clubs in Deutschland sind Kinder- und Jugendprogramme sowie die Förderung der bürgerlichen, kulturellen und sozialen Entwicklung der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang steht der Giovanni Francesco Marchini – Preis: Schüler der Bruchsaler Pestalozzischule werden gefördert und gleichzeitig werden gesellschaftlich relevante Themen erörtert und gestaltet. Die künstlerische Arbeit der StipendiatInnen ist dabei das Zentrum, von dem sowohl kulturelle als auch pädagogische Impulse ausgehen.

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