aspect-ratio 10x9 Frederike Gösweiner

Frederike Gösweiner, Foto: Thomas Larcher (© Thomas Larcher)

Friederike Gösweiner wurde 1980 in Rum/Tirol geboren und studierte Deutsche Philologie und Politikwissenschaft in Innsbruck. Von 2007 bis 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck.

Die Reihe „Literatur im Blauen Salon“ wurde vom Literaturseminar der HfG Karlsruhe in Kooperation mit dem Adam Seide Archiv ins Leben gerufen. Ziel ist es, die im Seminar entwickelten Fragestellungen in der aktuellen Begegnung mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu konkretisieren.


Traurige Freiheit

Ein genauer Blick auf das Wechselspiel von Hoffnungen, Resignation und Aufbruch in der Generation der Dreißigjährigen: Am Anfang steht der Entschluss zur Flucht nach vorn: Um in Berlin als Journalistin durchzustarten, nimmt Hannah die Trennung von Jakob in Kauf. Ein Volontariat soll den Einstieg in die Karriere bringen, aber anstatt sich aus ihrer prekären Lage befreien zu können, schlittert Hannah immer weiter in eine Lebenskrise. Alles scheint ihr zu entgleiten, Karriere und feste Verhältnisse lassen auf sich warten, bis eine zufällige Begegnung sie neuen Mut fassen lässt. Doch was daraus wird, ist ungewiss – so wie alles andere auch. Wenigstens gibt es Miriam, Hannahs beste Freundin, und Skype, denn Miriam lebt in Moskau. Auch so kann sich Freiheit anfühlen: wie ein endloser Fall in die Tiefe. Friederike Gösweiner erstellt ein Psychogramm aus dem Prekariat und erzählt zugleich von den Verhältnissen, vom Leben jenseits aller Sicherheiten, vom Bewusstsein einer neuen „verlorenen Generation“.


19. Juni, 19 Uhr
Blauer Salon

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