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Foto: Michelle Mantel (© HfG Karlsruhe)

Siegfried Zielinski im Gespräch mit Friedrich Knilli, Hans Belting, Peter Weibel, Valie Export, Otto E. Rössler, Joachim Paech, Thomas Elsaesser, Hans-Jörg Rheinberger, Boris Groys, Sybille Krämer, Florian Rötzer, Hans Ulrich Reck, Hartmut Winkler, Elisabeth von Samsonow, Wolfgang Ernst, Geert Lovink, Henning Schmidgen, Nils Röller, Claus Pias und Knut Ebeling.

Der Begriff des Mediendenkens bezeichnet einen analytischen Raum größtmöglicher Offenheit, um disziplinäre und programmatische Grenzen von Medienwissenschaft und Medienkunst für einen variantenreichen Zugriff zu öffnen. Die vorliegende Genealogie des MedienDenkens macht es sich zur Aufgabe, diese Offenheit in den ersten Dekaden der institutionellen Disziplinierung der Medien aufzuzeigen, indem sie Herkünfte und Entwicklungen der zahlreichen Varianten von Begriff und Analyse nachzeichnet. Der genealogische Zugriff über Gespräche mit Protagonistinnen und Protagonisten des Mediendenkens im deutschsprachigen Raum ist dabei unbedingt unvollständig, ausschnitthaft und in seiner Bewegung nicht rein retrospektiv, sondern auf neue Möglichkeitsräume eines zukünftigen Mediendenkens gerichtet.

Die zwischen 2012 und 2014 als „Forum zur Genealogie des MedienDenkens“ an der Universität der Künste Berlin von Siegfried Zielinski geführten Gespräche legen zahlreiche Diskurse frei: von einer Dominanz der Linguistik und Semiotik, über experimentellen Videoaktivismus und Performance, bis hin zu einem erweiterten Bildbegriff der Kunstwissenschaft; von der Kybernetisierung der Verhältnisse, über die Technikphilosophie, bis hin zur Informatik und anderen Experimenten mit symbolischen Maschinen; von der Ästhetik, über spekulative Techno-Utopien und Net-Activism, bis hin zu einer erweiterten Hermeneutik medialer Artefakte. Sie wurden sorgfältig transkribiert, editiert, kommentiert und ergänzt mit bibliographischem Apparat, umfangreichem Index sowie persönlichen Fundstücken aus den Forschungsbiographien der Gäste des Forums.


Infos auf einen Blick:

2017 im Kulturverlag Kadmos, Berlin

Gestaltung: Stefanie Rau & Robert Preusse

627 Seiten mit zahlreichen Abbildungen sowie der Faltkarte „Atlas of Media-Thinking and Media-Acting in Berlin“ (hg. von Kristin Moellering und Leon Strauch in Zusammenarbeit mit Stefanie Rau)

www.kulturverlag-kadmos.de

www.media-thinking.net

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