Prof. Dr. Siegfried Zielinski
Rektor der Hochschule

Monika Theilmann
Sekretariat Rektorat
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Biografie

Bis zu seiner Wahl war der Gründungsrektor der Kunsthochschule für Medien Köln an der Universität der Künste Berlin als Professor für Medientheorie mit dem Schwerpunkt Archäologie und Variantologie der Künste und Medien sowie als Leiter des Vilém-Flusser-Archivs tätig. Zielinski vertritt zudem die Michel-Foucault-Professur für Medienarchäologie und Techno-Ästhetik an der European Graduate School in Saas Fee und ist u.a. Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Künste Nordrhein-Westfalens, der Akademie der Künste Berlin, der Magic Lantern Society of Great Britain sowie ehrenamtlich im Kuratorium des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe tätig.

Zielinski studierte Theaterwissenschaft, neue deutsche Philologie, Linguistik, Soziologie, Philosophie und Politologie in Marburg, an der Freien und der Technischen Universität Berlin. In den 1980ern arbeitete er als freier Autor, bevor er mit Friedrich Knilli den ersten Studiengang für Medienwissenschaft und Medienberatung an der TU Berlin aufbaute. 1985 promovierte er dort mit einer philosophischen Dissertation zur Geschichte und Kulturtechnik des Videorecorders, 1989 wurde er mit einer Arbeit zur integrierten Geschichte von Kino und Fernsehen habilitiert.

Im selben Jahr wurde Zielinski zum Professor für Audiovision an die Universität Salzburg berufen und baute dort eine Lehr-, Forschungs- und Produktionsabteilung für „Audiovisionen“ auf. 1993 wurde er als Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an die neu gegründete Kunsthochschule für Medien Köln berufen, 1994 wurde er zu deren Gründungsrektor ernannt, 1999 zu ihrem ersten Rektor gewählt. Er entwickelte wesentlich das Profil dieser Kunsthochschule neuen Typs, die nicht nur alte und neue Medien sowie viele verschiedene künstlerische Praktiken integriert (u.a. Fotografie, Performance, Film, Video, Musik, Holografie), sondern auch Wissenschaften wie etwa Informatik, Kunsttheorie, Gender- und Medientheorie. 2000 beendete er die Tätigkeit als Rektor auf eigenen Wunsch, um sich wieder stärker der Forschung widmen zu können.

Zielinski ist Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze, vorwiegend zur Geschichte und Theorie der Medien, wie etwa Archäologie der Medien (2002), [... nach den Medien] (2012), Flusseriana (2015, zusammen mit Peter Weibel und Daniel Irrgang) und die fünfbändige Reihe Variantology. On Deep Time Relations of Arts, Sciences and Technologies. Seit 2014 entsteht die Gesprächsserie Zur Genealogie des MedienDenkens mit Hans Belting, Valie Export, Boris Groys, Sybille Krämer, Geert Lovink, Claus Pias, Peter Weibel u. a. 2016 erscheint bei Kadmos in Berlin ein 600-seitiger Band, der alle Gespräche integriert.

Weitere Personen

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