Wieso hast du dich dazu entschieden Kunstwissenschaft zu studieren?

Ich studiere eigentlich Produktdesign – die Frage Kunstwissenschaft zu studieren hat sich mir nie gestellt. In Seminaren zum „Vergleichenden Sehen“ und zum „Stil“ von Matthias Bruhn lerne ich neue Sachen kennen und stelle mir andere Fragen bezüglich der Produkte, die ich entwickle. Für mich ist das Theorieseminar darum hin und wieder das bessere Praxisseminar.

Was gab es bei der Produktion dieser Arbeit zu bedenken?

Wichtig bei der „Amrum Lamp“ ist die gute Umsetzung: Es sind darin zwei Designklassiker verschmolzen worden, darum soll sie auf keinen Fall gebastelt aussehen, sondern wie ein neues, serienreifes Produkt daherkommen. Das Ikonische beider Leuchten muss dabei unbedingt sichtbar bleiben.

Wie bist du auf die Idee zu diesem Projekt gekommen?

Es ging um einen theoretischen Vergleich von modernem und postmodernem Design. Stellvertretend für die beiden Richtungen habe ich je eine aussagekräftige Lampe ausgewählt und sie einander gegenübergestellt. Die Idee, die gestaltenden Elemente der beiden Lampen in einer einzigen zu vermengen, kam bei der genaueren Betrachtung der Detailformen und verwendeten Werkstoffe auf. Ich dachte mir, dass die Eigenart und Besonderheit der jeweiligen Lampe durch die Zusammensetzung noch deutlicher wird.

Was war der beste Ratschlag zu deiner wissenschaftlichen Arbeit, den du je erhalten hast?

Ob meine Arbeit wissenschaftlich ist, kann ich nicht beurteilen. „Machen Sie mal“ wäre, so finde ich, ein guter Ratschlag. Erst nach dem Machen kann man die Sache einordnen.

Clemens Lauer studiert Produktdesign.