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© Jana Hofmann, Karla Kniep

Die Ausstellung findet in der Reaktorhalle R1 statt, in der einst Schwedens erster Atomreaktor stand. Das Projekt ist eine Kollaboration der Kungl. Konsthögskolan (RIA), Stockholm und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe.
Über einen Zeitraum von zwei Semestern hat eine Gruppe Studierender im Rahmen des Seminars Untitled (Archive) von Susanne Kriemann and Friederike Schäfer mit dem Fotoarchiv des ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe gearbeitet, das heute am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) angesiedelt ist. Gleichzeitig hat in Stockholm das Seminar ISOTOP von Björn Larsson und Lina Selander stattgefunden, in dem sich Studierende mit der Geschichte, dem Kontext und der politischen Landschaft des schwedischen Atomprogramms auseinandergesetzt haben.
Die beiden Seminare, deren Orte durch den gemeinsamen Zeitrahmen, wie auch die politische und ökologische Dringlichkeit verbunden sind, haben künstlerische Methoden entwickelt um in einen kritischen Dialog mit anderen Wissensformen, wie den Geisteswissenschaften und den Naturwissenschaften zu treten, aber auch um Bezüge zu historischem Material herzustellen. Sie haben damit einen Raum geschaffen, in dem wichtige Fragen an die Kunst selbst gestellt werden können; z. B. welches Wissen Kunst schafft und wie sich dieses Verständnis zu anderen Wissensformen verhält. Die Ausstellung präsentiert unterschiedliche Herangehensweisen an das natürliche und kulturelle–jedoch kaum darstellbare–Phänomen der Atomkraft, das in seiner Zeitlichkeit die menschliche Vorstellungskraft übersteigt.

Künstler:

Mark Damian
Tobias Ehrhardt
Sara Ekholm Eriksson
Elina Eriksson
Astrid Eriksson
Caroline Gizella Joó
Vladyslav Kamenskyy
Iden Sungyoung Kim
Kajsa Kiuttu
Eliiška Kovacikova
Judith Milz
Tove Möller
Eli Mai Huang Nesse
Afrang Nordlöf Malekian
Nis Petersen
Natalia Schmidt
Cristian Quinteros Soto
Tora Wallander
Jonas Zilius
Sofia Zwahlen

Designer:
Jana Hofmann
Karla Kniep

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