Das Buch „Intrus Sympathiques“ über Bernard Chadebec, das in Prof. Urs Lehnis Seminar entstanden ist, wurde als eines der schönsten Schweizer Bücher 2016 ausgezeichnet. Außerdem gewann es in Leipzig bei den Schönsten Bücher aus aller Welt eine Bronzemedaille. Es wurde in Zusammenarbeit mit Simon Knebl, Sascia Reibel, Phil Zumbruch und Eva Tatjana Stürmer vom Fachbereich Kommunikationsdesign entwickelt.

Bernhard Chadebec (*1943) ist der wohl am meisten publizierte französische Plakatgestalter — und gleichzeitig der unbekannteste. Direkt nach seiner Ausbildung tritt Chabedec eine Stelle am INRS (Institut national de recherche et de sécurité), wo er über eine Zeitspanne von über vierzig Jahren unzählige Plakatmotive zur Unfallverhütung und Arbeitsplatz-Sicherung entwirft. Anders als die meisten seiner Kollegen paart er dazu die Mittel des Humors mit der Ästhetik des Minimalismus und setzt so einen starken Kontrast zum grauen Fabrikalltag. Vor allem in den frühen Siebzigerjahren entstehen im Fahrwasser des Mai 1968 Plakate, die in dieser Form heute völlig undenkbar sind.

Das Seminar Intrus Sympathiques setzte es sich zum Ziel, Konzeptionen, Beiträge und Materialien für die Publikation zu Bernard Chadebec zu erarbeiten, da bislang kein Buch über sein Schaffen existierte. Dieser Band erschien bei Rollo Press; als Partner fungierten das INRS sowie das Ecomusée in Le Creusot, welches die grösste Sammlung von Chadebecs Plakaten beherbergt.

Das Seminar wurde begleitet vom französischen Grafiker Olivier Lebrun, der ebenfalls als Mitherausgeber im Buchprojekt involviert ist.

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