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© HfG Karlsruhe

Aus einer alltäglichen und scheinbar einfachen Beziehung zwischen Mensch und Raum entsteht das Phänomen Heimat. Es kann wahnhafte Projektion oder erfahrbare Realität sein. Je länger jemand an einem Ort verweilt, je stärker seine emotionale Bindung an diesen ist, desto mehr Spuren zeichnen sich in sein Gehirn. Diese winzigen Inschriften bündeln sich in unserem Gedächtnis und erzeugen in uns das Gefühl, zu Hause zu sein.

Was ist Heimat heute? Welche Heimaten gibt es? Wie schreiben sie sich, ob positiv oder belastend, in unsere Leben ein? Und wie gestalten wir sie? Welche Spuren hinterlassen wir?

Im Vorfeld der Inszenierung zog das Team von Oktober bis Mai mit einer mobilen Forschungsstation durch den Karlsruher Stadtraum. Sie begaben sich zusammen mit den Bürgern auf die Suche nach Begriffen, Vorstellungen und Bedeutungen von Heimat im Hier und Jetzt, 2017 in Karlsruhe – einer Stadt, die Landeserstaufnahmestelle für Geflüchtete ist und zugleich extreme Kritiker der Einwanderungsgesellschaft in den Gemeinderat und den Landtag gewählt hat. Was das STAATSTHEATER dabei geschenkt bekam, war ein offener Austausch und eine Vielzahl an Geschichten. In der Süd- wie Oststadt, in Oberreut, Durlach und Palmbach kam man ins Gespräch. Und so vielfältig wie die Interviewten selbst fällt die Bandbreite an gewonnenen Gedanken zum Thema aus, die zum Abschluss des Projekts in die Inszenierung einfließen.

Mehr Informationen unter: (http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/info/2444/)[http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/info/2444/]

Premiere: Samstag, 24.06.2017
Donnerstag, 13.07.2017
Sonntag, 29.10.2017

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