Dr. Barbara Kuon
Akademische Mitarbeiterin für Philosophie und Ästhetik

Kontakt:
T +49 (0) 721 / 8203 2304



Biografie

Konstitutiv für die Philosophie ist eine Balance zwischen persönlich-künstlerischem Anspruch einerseits und unpersönlich-wissenschaftlichem Anspruch auf allgemeingültige Wahrheit andererseits – eine Balance, welche die eigentümliche Ambivalenz des Status der Philosophie ausmacht, Kunst und Wissenschaft zugleich zu sein. Die Ansiedlung der Philosophie an einer Kunsthochschule wie der HfG bietet die Chance, ihren künstlerischen Anspruch institutionell zu verankern und entsprechend zu fördern. Der akademische Kunstraum begünstigt die Entwicklung eines individualisierten und personalisierten philosophischen Diskurses. Philosophie kann hier als Kunst- und Lebensform, die einer Bühne bedarf, sowohl erforscht als auch praktiziert werden.

In meinen Seminaren an der HfG werden traditionelle wie aktuelle Strategien der medialen Inszenierung von Wahrheit in Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit untersucht und diskutiert. Neue Strategien der Inszenierung können in Zusammenarbeit mit den künstlerischen und gestalterischen Disziplinen entwickelt und erprobt werden. Philosoph/innen und Künstler/innen arbeiten mit ähnlichen medialen Techniken der Konstitution und Exposition des Selbst (oder des Kollektivs) im sozialen, politischen und ökonomischen Kontext. Diese Techniken, die für Künstler, Designer und Theoretiker gleichermaßen von Belang sind, können im Fach Medienphilosophie analysiert und erprobt werden.

Ihre Ansiedelung an der Kunsthochschule ermöglicht es der Philosophie, ihrem künstlerischen Anspruch zu entsprechen. Der Raum der Kunst bietet einen Rahmen, in dem der Einzelne das Risiko auf sich nehmen kann, einen stark individualisierten und personalisierten philosophischen Diskurs zu führen – und Philosophie als Kunstform sowohl zu analysieren als auch zu praktizieren. Wohl bemerkt ist die Philosophie als Kunstform von der Ästhetik als einer klassischen Disziplin der akademischen Philosophie deutlich unterschieden: Während in der Ästhetik Kunst (als das „Schöne und Erhabene“) und Philosophie sich als Objekt und Subjekt der philosophisch-wissenschaftlichen Betrachtung unvermittelt gegenüber stehen, geht es der Philosophie, insofern sie als Kunstform gesehen und praktiziert wird, darum, die philosophischen Aussagen und Figuren als künstlerische, d. h. als persönliche, individuelle, aber auch strategische und politische zu verstehen.

Weitere Personen

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    • Prof.  Michael  Clegg

      • Professor für Künstlerische Fotografie

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    •  
    • Prof.  Marcel  Odenbach

      • Professor für Medienkunst
    •  
    • Prof.  Dietrich  Oertel

      • Professor für Architektur

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    •  
    • Miao  Xiaochun

      • Professurvertreter für Künstlerische Fotografie

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